Weltweit erster Schubgelenkbus 1975

FFG historisch

Aus Tradition innovativ: Unsere Geschichte macht uns stark für die Mobilität der Zukunft.

Die Geschichte der FFG Fahrzeugwerkstätten Falkenried GmbH beginnt 1880, mit der Gründung der Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft (SEG) in Hamburg. Sie eröffnet 1892 den Betriebshof Falkenried, mit zehn Hektar das zu der Zeit größte angelegte Depot Hamburgs. Hier werden in riesigen, mehrgleisigen Hallen die Pferdebahnwagen untergebracht, gewartet und repariert. Auch die Ställe für 300 Pferde befinden sich auf dem Gelände sowie Verwaltungsgebäude und Werkswohnungen. In den 1890er-Jahren wird weltweit von Pferdestraßenbahnen auf elektrische Straßenbahnen umgestellt – im Falkenried werden 1894 die ersten Straßenbahnen produziert, und das Depot wandelt sich zur Produktionsstätte. Die Blütezeit der Waggonfabrik Falkenried beginnt um die Jahrhundertwende: Die Produktion von elektrischen Straßenbahnen ist so erfolgreich, dass man Verkehrsunternehmen in ganz Deutschland beliefert, wenig später in der ganzen Welt. Bis 1914 werden ca. 6.000 Fahrzeuge aller Art hergestellt – nicht nur Straßenbahnen, sondern auch Omnibusse und U-Bahnwagen. 1919 geht die SEG in den Besitz der Hamburger Hochbahn AG über.

1926 beginnt die Erneuerung und Erweiterung der Werkstätten, das Ergebnis ist heute ein herausragendes Beispiel moderner Industriearchitektur der 1920er- Jahre. In den folgenden Jahren erreicht der Straßenwagenbestand in Hamburg seinen Höchststand: 1.600 Personen- und 165 Arbeitsfahrzeuge, außerdem 130 Omnibusse. Die Werkstätten im Falkenried sind mit diesem Fuhrpark ausgelastet. Mitte der 1950er- Jahre kommt der Umbruch: Die Straßenbahnlinien werden nach und nach eingestellt, das Omnibus- und U-Bahn-Netz wird erweitert. Im Falkenried entwickeln Experten neue U-Bahn-Triebwagen und Linienbusse. 1968 wird die FFG Fahrzeugwerkstätten Falkenried GmbH gegründet. Ab 1975 – mit der Weltneuheit Niederflur-Schubgelenkbus – startet die FFG im Sonder- und Spezialfahrzeugbau durch und vergibt die Lizenz für die Knickwinkelsteuerung an Mercedes-Benz. 1999 wird die Firmenzentrale vom Gelände Falkenried in Eppendorf nach Hamburg-Hummelsbüttel verlegt.

1950er- Jahre: Ein Prüfmeister kontrolliert einen Bus in den Werkstätten am Falkenried